Review

Burger für die ganze Familie

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Wenn mein Mann eine Comicfigur verkörpern müsste, wäre er eindeutig J. Wellington Wimpy. 
Wimpy ist eine burgeressende Nebenfigur, aus der Zeichentrickserie  “Popeye der Seemann”. 
Egal wie gut oder schlecht die Geschichte verläuft, solange genug Burger in Wimpy’s Umkreis existieren, ist der Tag gerettet. So ähnlich geht es meinem Mann. Egal wie traurig 
er ist, wie sauer er sein kann, wenn man ihn einen Burger anbietet, sagt er niemals Nein. Das 
Vorteilhafte an meinem Mann ist, dass er alle (auch vegetarische und vegane) Arten von Burger 
verspeißt. Er mag nämlich die Saucen die das Leibchen ummanteln. Bevor er mich kennegelernt hat,   ernährte sich mein Mann täglich von diesen Kalorienbomben. Leider waren die meisten aus Fastfood    Ketten und wie man weiß, ist solches ein Essen auf Dauer nicht unbedingt das Vorteilhafteste/Gesundeste, zusätzlich ist es schlecht für die Brieftasche. Ich werde den Tag nie 
vergessen, als ich zum ersten Mal für meinen Mann selbstgemachte Burger zubereitete. Er hatte 
riesige Augen und schaute mir aufmerksam zu, wie ich jeden Handriff machte, um später auf Arbeit 
sich selbst welche zu machen. Mittlerweile kann mein Mann mit geschlossenen Augen Burger 
herstellen. 

Als ich mit dem Buch Better Burger von Ruben Wester-Ebbinghaus in der Küche saß, sprang mein Mann wie Rumpelstilzchen auf einem Bein und freute sich so, als wäre Weihnachten und Ostern zugleich. Er nahm es mir gleich aus der Hand und wälzte wie verrückt in dem Buch und bekam dabei, wie einst bei meinen Burgern,

 immer größere Augen. Er sagte immer wieder: “Schau mal Schatz, das Buch ist der Wahnsinn.” Am   liebsten hätte mein Mann alle Burger auf einmal nachgemacht. Gott sei Dank konnte ich ihn 
davon abhalten und wir sind für diese Buchrezension ein Kompromiss eingegangen: Er darf die 
Buns aussuchen und ich den Burger. 

(Buchseite: 100)

Womit wir auch schon gleich beim Buch selber sind. Wie schon erwähnt ist das Buch von 
 
Ruben Wester-Ebbinghaus
besteht aus 160 Seiten
 mit 70 Rezepten (Farbfotos zu vielen Rezepten)
Erschienen im Südwest Verlag
Preis: 17,50€ (Österreich)
16,99€ (Deutschland)
Bestellbar hier, bei Amazon oder in jeder Buchhandlung.
Nach einer Rezeptübersicht und dem Vorwort, welches sehr interessant war ging das Buch auch schon richtig los. Fragen wie “Was macht einen guten Burger aus?” und “Wie ist die Einstellung eines guten Burgeressers?” wurden sehr lehrreich und informativ beantwortet.
 
In folgende Kapitel ist das Buch aufgebaut:
1. Back Mich
Es werden jegliche Arten von Buns beschrieben,
auch vegane was ich ganz fantastisch finde.
2. Beef Style
Hier werden Klassiker bis hin zu ganz ausgefallene Burger-Arten vorgestellt. 
3. Burger Delight
Dieses Kapitel ist für diejenigen unter uns, die auf ihre Linie achten. Aber dennoch auf den Genuss eines Burgers nicht verzichten möchten.
4. Veggie is Edgie
 Wie der Name schon sagt, bekommen auch vegetarischee/vegane  Burger die 
Chance sich zu profilieren. 
5. Coole Beilagen
Keine Angst in diesen Kapitel gibt es nicht nur Pommes und Wedges, sondern 
tolle Anregungen, die sich sogar als Hauptspeise mausern würden. 
6. Der kleine Kick
Saucen, Dips und schmackhafte Pestos, in normaler und veganer Form, 
die für eine Geschmacksexpolsion sorgen.   
7. Einfach süß
Süßes für Naschkatzen im Amerikanischen Stil und natürlich darüber hinaus. 
(Buchseite: 119)

Als letztes möchte ein wenig über den Autor und über das Buchdesign schreiben. 
Alles hat für den ehemaligen Kommunikations und Eventmanager mit einen Burger Battle mit seinem guten Freund Felix Parson begonnen . Alles Schöne im Leben beginnt mit einem Hobby und endet mit einer freudvollen professionellen Tätigkeit. Mit anderen Worten, Ruben Wester Ebbninghaus 
hat sein Hobby zum Beruf gemacht und besitzt mittlerweile mehrere Burger Restaurants mit 
Lieferservice. Mit seinem Buch schenkt der allen, die weder in seinen Restaurant noch von seinem Lieferservice beliefert werden können, wunderbare Burgerrezepte und vieles mehr.
 
(Buchseite: 138)
Wenn man das Buch aufschlägt ist es sehr bildreich. Zu fast jedem Rezept gibt es ein Foto, welches den Burger (oder ein Dessert) sehr schmackhaft präsentiert. Die Kapitelüberschirften haben etwas von Andy Warhol. Sie sind etwas 
Schrill, aber alles hat seinen Platz und seine Wichtigkeit. 
Alles in einem, ein sehr tolles Buch für mich und die Burgerbibel für meinen Ehemann. 
Und damit ihr nicht leer ausgeht, bekommt ihr ein Rezept aus dem Buch zum
Ausprobieren und Geschmack zu holen. 🙂Halloumi-Burger(vegetarisch)

Ich liebe Halloumi. Auf dem Grill, aus der Pfanne und dank dem Buch nun auch auf dem Burger.
Wie versprochen durfte mein Mann sich die Buns aussuchen, er entschied sich für Sesam Buns(Buchseite: 24). Allerdings scheint sich dort ein kleiner Tippfehler eingeschlichen zu haben, die Mengenangabe der Trockenhefe/Trockengerm stimmt nicht. Ich habe die 25g Trockenhefe/Trockengerm durch 25g normale Hefe/Germ ausgetauscht und es hat wunderbar geklappt.
Für einen Halloumi-Burger könnt ihr jeden Bun nehmen, der euch beliebt. Ob selbstgebacken, gekauft oder dem Bäcker drum gebeten, es gibt keine Vorschrift und schmecken tuen sie alle.
Für 4 Personen.
Folgende Zutaten werden benötigt:
2 Zweige Rosmarin
2 Zweige Salbei
1-2 kleine rote Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
4 EL Olivenöl
2 Stück Halloumi à 200g
150g Paprika, in Öl eingelegt
80 Rucola
Grünes Pesto, zum Bestreichen
4 Buns
50g Butter
Zubereitung:
Rosmarin und Salbei waschen, trockenschwenken und zupfen. Die Rosmarinnadeln grob hacken. Zwiebeln und Knoblauch abziehen. Zwiebeln in dünne Spalten schneiden, Knoblauch in Scheiben schneiden.
Kräuter, Zwiebeln und Knoblauch in eine flache Schüssel geben. Olivenöl zugeben und vermischen.
Die Halloumistücke der Länge nach halbieren. Halloumihälften in die Marinade geben, darin wenden und zugedeckt 2 Stunden marinieren.
Paprika abtropfen lassen, trockentupfen und grob in Stücke schneiden. Rucola waschen, putzen und trockenschwenken.
Eine Pfanne erhitzen. Halloumi in die Pfanne geben und von jeder Seite 2-3 Minuten scharf anbraten. Kurz vor Ende der Garzeit Zwiebeln, Knoblauch und Kräuter zum Halloumi in die Pfanne geben und kurz mitbraten.
Halloumi aus der Pfanne nehmen.
Für die Buns eine (andere) Pfanne erhitzen, die Butter schmelzen lassen und die Buns darin kurz anrösten.
Beide Bunhälften jeweils mit je 1 TL Pesto bestreichen. Belegen und servieren.
Natürlich hätte ich euch auch einen veganen Burger aus dem Buch vorstellen können, aber ist dieser nicht einfach genial, oder??? 🙂
Fragen zum Buch könnt ihr mir gerne in den Kommentaren hinterlassen.
Viel Freude und guten Appetit beim Nachmachen des Burgers.
Ich hoffe euch hat die Rezension gefallen.
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In Kooperation mit dem Südwest Verlag.

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