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Dinner in the Sky – Ein kulinarischer Höhenflug

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Hätte man mir einmal gesagt, dass ich auf 50 Meter Höhe bekocht werde würde, hätte ich denjenigen nur verblüfft angeschaut. Nicht, weil ich es nicht sehr aufregend, sondern weil ich es sehr unrealistisch finden würde. Gestern durfte ich erleben, dass es absolut realistisch und ein total spannender Nervenkitzel ist.

Mitten in Wien, einfach mal in die Höhe steigen und das Gefühl vom Fliegen ein Stück näher sein. Ein toller Blick, fantastisches Essen und den Wind auf den Wangen genießen zu können. Euch möchte ich berichten was ich gestern erlebt habe und natürlich habe ich auch ein paar Momente in Fotoform festgehalten.

Als aller erstes, dieses Event kam sehr spontan für mich. Eine Freundin – diese hat auch einen Blog – war eigentlich eingeladen gewesen, konnte aber nicht teilnehmen und hat mich gefragt. Sie hat mir zwar grob erzählt, dass man in großer Höhe isst, aber ich habe irgendwie ein Hochhausdach im Kopf gehabt. 😀

Ich habe zugesagt sie zu vertreten, habe eine Mail mit den Daten bekommen (dazu später etwas mehr) und mir nichts dabei gedacht. Am nächsten Tag (& des Events) habe ich mal „Dinner in the Sky“ in die Google-Suchleiste eingegeben und gelang zu einem Video. Ich habe mein Mund fast nicht mehr zu bekommen, mein Herz fing an zu rasen und meine Hände schwitzten so stark, dass mein Handy fast weggerutscht ist. 3 Stunden bis zum Event und ich bemerkte jetzt erst, das man frei auf/an einer Plattform in der Höhe von bis zu 50 Metern schwebt. Natürlich angegurtet, aber das war mir in diesem Moment absolut gleichgültig. Ich, die schon beim Fensterputzen im EG angst vor der Höhe hat, soll es mir dort gutgehen lassen? Da ich niemand bin, der Freunde in Stich lässt, blieb es mir nur übrig hinzufahren. Ich habe vorher keinen einzigen Bissen herunter bekommen, ich hatte das Gefühl mein Magen dreht sich jeden Moment um.

Um 14 Uhr pünktlich angekommen, wie es in der Mail stand, wurde mit mitgeteilt, dass meine Mitschweber sich schon seit fast einer Stunde in der Luft befinden würden. Im Betreff stand 12:30 Uhr, da der Betreff sehr lang war, hat man es nur gesehen wenn man diesen speziell angeschaut hat. Eigentlich geht man immer von den Zeiten und Daten in der Mail aus. Ich hatte das Glück, dass nach mir noch eine Gruppe dran war und ich dort mitfahren durfte. Nochmals ein herzlichen Dank an Nadja Mann von Rottenschlager Consulting + PR, die mich ohne zu kennen ganz selbstverständlich mit bei sich in ihrer Gruppe eintrug. Nach dieser leichten Hektik hatte ich fast keine Nervosität mehr übrig und war einfach nur froh, dass ich das Event noch hautnah erleben durfte.

Nachdem uns ein bisschen etwas über „Dinner in the Sky“, die Anfänge des Events und über die Sicherheit erzählt wurde, ging es zu den Stühlen, man wurde fachgerecht angeschnallt und konnte sich mit dem Sitzplatz etwas vertraut machen. Schon davor hatte ich, ganz in meinem Element, mich viel mit meiner neuen Mitgruppe unterhalten. Ich liebe es sowieso sehr neue Menschen kennzulernen, etwas über sie zu erfahren und Gemeinsamkeiten auszutauschen. Als es die ersten Meter hochging kam eine leichte Angespannung auf mich zu, aber diese wandelte sich sehr schnell in Euphorie um.

Man glaubt gar nicht, was dort oben für ein Wind herrschen kann. Ich musste mir gleich einen Zopf machen, da der erste Gang schon kurz vor dem Servieren stand. Auch ganz interessant zu erwähnen ist, dass die Gläser -es gab ein Weinglas und eines für Wasser – immer rasch nachgefüllt wurden. Fast schon magisch wie in einem Harry Potter Film. Das hatte aber einen bestimmten Grund. Die Gläser waren so schwerer und konnten weder umfallen, noch zum Nachbarn geweht werden. Ich hatte mir das vegetarische Menü ausgesucht und zeige euch mal was für Köstlichkeiten aufgetischt wurden. Bekocht wurden wir von Roland Huber, Executive Chef im Grand Hotel Restaurant Le Ciel und ganz nebenbei – Halter eines Michelin Sternes. Kurz gesagt, ein begnadeter Koch.

Gang 1
Gedämpfter grüner Spargel mit Vinaigrette & Limette

Sehr köstlich, obwohl Spargel nicht mein Lieblingsgemüse ist. Er wurde so zart behandelt, dass er Farbe und Geschmack behielt und mit der Vinaigrette ausgezeichnet harmonisierte. So zubereitet würde ich Spargel öfters essen wollen.

Gang 2
Erdäpfel-Espuma mit Bioei & Pumpernickel

Man sollte sowas niemals denken, aber wären wir dort oben abgestürzt, dann wäre ich vorher wenigstens noch im Genuss dieser Speise gekommen. Zögerlich löffelte ich ein klein wenig vom Erdäpfel-Espuma und es ist einfach um mich geschehen. Obendrauf, ich habe beim Servieren nicht entziffern können um was es sich handelte, ist gepuffter Wildreis.

Gang 3
Wilder Brokkoli, konfierte Shiitakepilze, Fregola Sarda & Karfiol

Auch mit Gang 3 ging die Reihe der atemberaubenden Speisen weiter. Die Atomsphäre, der Duft des Gerichtes, ein nicht zu vergessenes Geschmackserlebnis. Nicht nur ich empfand das so. Fregola Sarda ist übrigens eine Pasta aus Sarden. Früher in ärmeren Häusern und Bauernfamilien gerne zubereitet, heute begeistert die Fregola Sarda auch Haubenköche.

Gang 4
Himbeeren mit Streusel, Ingwer, Shiso & Litschi

Mit ein bisschen Wehmut, dass dies der letzte Gang sei, kam schnell die ernüchternde Wahrheit. Ein so gutes Dessert habe ich selten gegessen. Säure und Süße hielten sich die Waage, der flüssige Stickstoff sorgte nicht nur für eine gute Showeinlage, sondern präsentierte eine komplett neue Zubereitungsart der Litschi. Blüten und Shiso (Perilla) schmeichelten der Schönheit des Desserts.

 

Für alle, die sich interessieren was Nicht-Vegetarier serviert bekamen, habe ich die Speisekarte abfotografiert. Man sieht auf dem Foto auch sehr gut wie hoch in der Luft wir waren. Ich hoffe, ihr könnt es lesen. (Vielleicht mit ranzoomen)

Wenn ich dieses Event mit drei Wörter beschreiben müsste, dann wären es Exquisit, Exzellent und Extravagant. Ein Erlebnis, was man niemals vergessen wird.

Auch nicht zu vergessen, das Serviceteam war großartig! Sehr höfflich und zuvorkommend. Bis zu 22 Gäste können an diesem Event teilnehmen und einen neuen, kulinarischen Blickwinkel auf Wien erlangen. Bis zum 11. Juli 2017 könnt ihr auch noch in den Genuss kommen. Auf der Webseite vom Veranstalter könnt ihr euch weitere mögliche Termine anschauen und etwas stöbern.

Für mich steht jetzt schon fest, irgendwann werde ich dieses Erlebnis wiederholen. Dann aber mit meinen Mann, denn dieser schaute schon etwas neidisch auf meine Bilder und lauschte meinen Erzählungen sehr interessiert zu. Auch wenn er an Höhenangst leidet, wie könnte man sie besser als mit einer Geschmacksexplosion weit über den Dächern Wiens überwinden?!

Herzlichen Dank an Dinner in the Sky und Rottenschlager

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