Review

Madeleines & Frankreich #JESUISCHARLIE

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Schon zum dritten Mal lösche und schreibe ich erneut meinen Text.
Eigentlich, ja eigentlich, wollte ich euch über die schönen Seiten Frankreichs berichten, welche natürlich immer noch vorhanden sind, aber nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo, am 7. Jänner in Paris, bleibt mir jedes Mal ein Knödel im Hals stecken.

Da es mir sehr schwer fällt mich darüber zu äußern, werde ich es lassen. Was nicht heißt, dass ich mich von solchen Themen distanziere oder darüber schweige, allerdings passt es nicht zur heutigen (Back-)Buchrezension und ich möchte euch auch nicht damit belasten.

Deshalb heißt es nun tief durchatmen, einen klaren Gedanken fassen und euch ein tolles Buch vorstellen, in dem es um gaaanz viel süßes und leckeres geht.

Mias süsses Frankreich
 


Kurzinformationen zum Buch

von Mia Öhrn

128 Seiten
 48 Rezepte
 
erschienen am 26. August 2014 im Thorbecke Verlag
 
ISBN-13: 978-3799505611
Preis: 16,99€
 
Erhältlich in jeder Buchhandlung, direkt beim Verlag oder über Amazon.
 
 
(Buchseite 20/21  Pains au chocolat)
 
Über die Autorin
Mia Öhrn betreibt in Schweden einen bekannten Food-Blog und ist Expertin für alles, was mit Backen und Süßigkeiten zu tun hat. Mia beschreibt sich selbst als Konditorin, Kochbuchautorin und Lehrerin, die den weltbesten Job hat -Kuchen backen und Rezepte erfinden. 
(Quelle: Buchrücken Mias süsses Frankreich)
 
Vier wundervolle und süße Kapitel begleiten uns durch das Buch.
 
Boulangerie
mit Rezepten wie Chaussons aux pommes (Apfeltaschen)
 
Patisserie
mit Rezepten wie Millefeuille (Tausendblatt-Gebäck)

Bistro
mit Rezepten wie Rochers (Haselnusspralinen)
 
Campagne
mit Rezepten wie Clafoutis aux cerises (Kirschauflauf)
 
(Buchseite 50/51 Charlotte aux fruits rouges)

Fotos, bei denen man schon allein vom Anblick Appetit bekommt und das Wasser im Munde zusammenläuft. 
Zu jedem Rezept gibt es neben der französischen Bezeichnung die deutsche Übersetzung und ein paar Zeilen der Autorin. Die Zeilen enthalten Tipps, eine Kurzbeschreibung der Speise oder auch persönliche Erinnerungen der Autorin, welche sie mit dem jeweiligen Rezept in Verbindung bringt.

Etwas schmunzeln musste ich, als ich die Schwarzwälder Kirschtorte (Seite 49) entdeckte.
Wie es diese deutsche Torte ins Buch geschafft hat? -Ganz einfach. Die Franzosen lieben die Schwarzwälder Kirschtorte, sie wird dort reichlich und gerne gegessen. Angeboten wird sie unter den Namen Forêt-Noire (Schwarzwald).

(Buchseite 94/95 Poires belle-hélène) 

Wer nun fürchtet, dass die Rezepte vielleicht sehr kompliziert oder Zeitaufwendig sind, den kann ich die Angst nehmen. Alles ist sehr verständlich geschrieben, es kommen keine Fragen und kein Missverständnis auf. Leider gibt es keine Gesamtzeitangabe, was mich nicht groß stört, denn wenn man die Zubereitung kurz überfliegt kann man sehr schnell abschätzen mit wie viel Zeitaufwand man rechnen muss. 

Sogar ein wirkliches Blitzrezept ist in dem Buch zu finden. –> Chocolat chaud (Heisse Schokolade), 
Die müsst ihr unbedingt ausprobieren, sie ist soooooo gut. 🙂

Alle, die Macarons, Éclairs und die vielen weiteren französischen Süßigkeiten lieben, wird dieses Buch sicher genau so gut wie mir gefallen. Neben Klassiker sind auch ausgefallene Rezepte vorzufinden, die zum Träumen und Experimentieren einladen.

Wie immer, fiel mir die Auswahl eines Rezeptes, welches ich für euch nachbacke, nicht leicht. Am liebsten würde ich mir zehn Rezepte aussuchen, die ich dann anschließend mit euch teilen kann, aber dies wäre wohl etwas zu viel. 😀
Allerdings, wie es manchmal so kommt, wurde mir meine Entscheidung sehr schnell abgenommen. Mein Sohn sah die Madeleines und kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus. Lange musste er mich nicht überzeugen, denn mein Bauch war schon freudig auf die Madeleines eingestellt. 🙂

Madeleines
(Buchseite 24/25)

 
Für ca. 12 Stück (Bei mir kamen 19 Stück raus.)
Folgende Zutaten werden benötigt:
100g Butter
90g Mehl
1 TL Backpulver
2 Eier
85g Zucker
fein geriebene Schale von 1/2 Bio-Zitrone
 
Außerdem:
Butter und Mehl für die Förmchen
 
 
Zubereitung:
Den Ofen auf 200°C vorheizen.
Die Butter für den Teig zerlassen.
Die Formen sorgfältig mit etwas zerlassener Butter bestreichen und mit etwas Mehl bestreuen.
Das Mehl und das Backpulver in einer Schüssel vermischen.
Die Eier, den Zucker und die Zitronenschale leicht verquirlen. Die Eiermasse in die Mehlmischung einrühren. Die zerlassene Butter ebenfalls einrühren.. Den Teig ein paar Minuten quellen lassen.
 
 
Ich habe übrigens den Teig geteilt und eine Hälfte mit 1 EL Backkakao verrührt und abgeschmeckt, 🙂
 
Die Förmchen fast bis zum Rand mit Teig füllen, am besten mithilfe eines Spritzbeutels.
Die Förmchen in den Ofen, mittlere Schiene, geben und für ca. 8 Minuten backen.
(Mit Heißluft wird es empfohlen.)
Nach dem Backen (sofort) vorsichtig aus der Form drücken und über den Tag verteilt mampfen. 🙂
 
Sie lassen sich auch prima einfrieren. Aber frischgebackene Madeleines sind um Klassen besser.
 
Bon appétit. 
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Herzlichen Dank an den Thorbecke Verlag, der mir das Buch zur Verfügung gestellt hat.

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